Sekundarbereich i
Im Sekundarbereich I splittern sich die Angebote an
Schulformen in die Hauptschule, die Realschule, das Gymnasium oder die
Gesamtschule auf. Haupt- und Realschule können mit den
jeweiligen Abschlüssen
(Hauptschulabschluss/Realschulabschluss) beendet werden, die dann in
die Berufsausbildung führen. Unter Umständen kann mit
diesen Abschlüssen auch der Übergang zum Gymnasium
erlangt werden. Alle drei Schulformen sind in der Gesamtschule
integriert. An dieser Stelle sei die Hauptschule näher
erläutert, zum Gymnasium folgt dann der nächste
Abschnitt.
Die Hauptschule dient der unmittelbaren Berufsausbildungsvorbereitung,
und ist daher praktischer und arbeitsmarktorientierter als andere
Schulformen. Allerdings ist ihr Konzept, eine Alternative zur mehr
theoretisch-abstrakten Bildung anderer Schulformen - wie Gymnasien und
Realschulen- für leistungsschwächere Schüler
zu bieten, inzwischen überholt und wird auch oft kritisiert.
Dies ist unter anderem der Grund, warum es die Schulform Hauptschule in
vielen Bundesländern gar nicht mehr gibt - die neuen
Bundesländer haben diese Schulform beispielsweise gar nicht
erst eingeführt. Zunehmend werden die beiden Schulformen
Hauptschule und Realschule zusammengefasst.
Die Realschule hingegen war von Anfang an als qualifizierte Alternative
zum Gymnasium gedacht, in der Schüler mit mehr praktisch
orientierten Interessen eine gute Allgemeinbildung mit einer
verkürzten Schulzeit und einer intensiveren Vorbereitung auf
auch anspruchsvollere Ausbildungsberufe geniessen sollten. Dieses
Schulformmodell ist nach wie vor erfolgreich, nicht zuletzt im Hinblick
auf die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes als
Dienstleistungsgesellschaft. Die Realschule ermöglich
darüberhinaus den besuch anschließender Schulformen
wie den Fachoberschulen mit der Option des Fachabiturs.